Viel Wind um nichts

Sobald ein etwas stärkeres Tiefdruckgebiet auf Europa zuzieht, flippen wieder (fast) alle aus. Dies ist dann der Zeitpunkt, wo wir vor lauter Kopfschütteln fast ein Schleudertrauma bekommen. Hier ein paar Schlagzeilen der vergangenen Tage:

Riesen-Orkan rast auf Europa zu : So beeinflusst er das Wetter in Deutschland

Quelle: Chip.de v. 31.10.2019

Wetter: Hurrikan zieht aus dem Nichts vor Europa auf – er ist so nah wie nie!

Quelle: derwesten.de v. 30.10.2019

Wer sich aber diese Artikel dann durchliest, wird leider enttäuscht, denn der Hurrikan war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Beitrags schon längst wieder Geschichte. Auch der „Riesen-Orkan“ entpuppt sich als stinknormales Sturmtief. Wenn Sie solche reißerischen Schlagzeilen irgendwo lesen, klicken Sie diese bitte nicht an. Denn nur so fördern Sie diesen unsachlichen Journalismus.

Widmen wir uns nun einem weniger aufregenden Thema, der Wettervorhersage:

Auf Facebook und Twitter haben wir bereits auf die seit dem Nachmittag bestehende Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes hingewiesen. In dieser wird erneut vor Frost in der Nacht zum Freitag gewarnt.

Während in den nördlichen und mittleren Landesteilen mit Tiefsttemperaturen zwischen 0 und -4 Grad (in Bodennähe bis -7 Grad) zu rechnen ist, sinkt das Quecksilber ab einer Linie etwa südlich von Berlin auf Werte zwischen -1 und -6 Grad ab (in Bodennähe bis -9 Grad). In der gesamten Region bleibt es trocken.

Offizielle Warnung des DWD für den Norden und die Mitte Brankenburgs.
Offizielle Warnung des DWD für den Norden und die Mitte Brankenburgs.

Der Freitag beginnt überall sehr freundlich. Erst mit Einbruch der Dunkelheit nimmt die Bewölkung zu und es beginnt zu regnen. Die Höchstwerte liegen bei 6 bis 9°C. Im Laufe des Tages wird es deutlich windiger als in den vergangenen Tagen. Sturmböen werden aber nicht erwartet.

In der Nacht zum Samstag regnet es vor allem im nördlichen Brandenburg noch etwas. Die Temperaturen liegen am Morgen bei Werten zwischen 7 und 9 Grad.

Am Samstag ist es überwiegend stark bewölkt. Hin und wieder ist mit Nierschlägen zu rechnen. Mit Werten zwischen 13 und 16 Grad wird es wesentlich wärmer als in den vergangenen Tagen.

Graues, trübes und nasses Herbstwetter erwartet und in den kommenden Tagen.
Graues, trübes und nasses Herbstwetter erwartet und in den kommenden Tagen.

Wolkenlücken gibt es in der Nacht zum Sonntag. Durch den in Böen mäßigen bis frischen Süd- bis Südwestwind kühlt es sich aber nur unwesentlich ab. Bis Sonntagmorgen sinkt das Quecksilber auf 11 bis 8 Grad ab.

Das Wetter am Sonntag unterscheidet sich nur unwesentlich von dem am Vortag: Bei Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad fällt immer wieder Regen.

Die frostigen Nächte sind somit erst einmal Geschichte.

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