Und monatlich grüßt das Murmeltier – unser Rückblick auf den Monat September

Eigentlich reicht es, die Texte der Vormonate zu kopieren, einzufügen und abzusenden. Damit wäre alles für den September gesagt. Denn dieser war – wie die Monate zuvor – ebenfalls zu warm, zu sonnig und zu trocken. Aber: Es gab einen Wetterumschwung. Beginnen wir der Reihe nach:

Wetterlage

Rudi Carell hätte für dieses Jahr seinen Song “Wann wirds mal wieder richtig Sommer” umschreiben müssen, denn bis auf wenige Ausnahmen gab es nicht nur von Juni bis September sommerliche Temperaturen und jede Menge Sonnenschein, sondern bereits ab April. Der hohe Luftdruck und das damit verbundene freundliche Wetter setzte sich bis weit in den September hinein fort.

Vor dem großen Wetterumschwung am 21. September gab es viel Sonne und Temperaturen bis 30,5 Grad. Zwei Tage vor dem astronomischen Herbstanfang (23. September) zog eine Kaltfront über die Region, die nicht nur etwas Regen mit sich brachte, sondern auch einen Temperatursturz, den man in dieser nachhaltigen Form nur selten beobachtet. Innerhalb von 60 Minuten sank das Quecksilber von 26,8 Grad auf 15,2 Grad. Von da an wurden keine sommerlichen Temperaturen mehr erreicht.

Temperatur

Mit 16,1 Grad lag die durchschnittliche Temperaturen 1,8 Kelvin über dem langjährigen Mittel. Heiße 30,5 Grad wurden am 21. September als Höchstwert gemessen, kalte 1,2 Grad am 29. September um 7.25 Uhr.

Der September kann mit acht warmen Tagen, 13 Sommertagen sowie zwei heißen Tagen (Tmax => 30,0°C) glänzen.

Luftdruck

Der Luftdruck war mit durchschnittlich 1020,1 hPa höher als in den Vormonaten. Allerdings haben die Luftdruckgegensätze zugenommen. So wurde am 21. September ein Druck von 1002,6 hPa registriert, während das Barometer wenige Tage später, nämlich am 25. September, ordentliche 1038,1 hPa gemessen hat. Dies ist auch der höchste Luftdruck, der seit Beginn unserer Wetteraufzeichnungen im Mai in Schönow registriert wurde.

Niederschlag

Der bereits mehrfach erwähnte 21. des Monats brachte nicht nur herbstliche Temperaturen, Wind und relativ niedrigen Luftdruck mit sich, sondern auch den lange ersehnten Regen. Zwar fielen am gleichen Tag nur 2 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, aber schon zwei Tage später, nämlich am 23. September, kam der große Landregen. Um 14.55 Uhr begann dieser und hielt bis weit in die Nacht an. Insgesamt wurden an diesem Tag 12,6 Liter Niederschlag registriert. Dies war im September auch die höchste gemessene Regenmenge, die an einem Tag gefallen ist.

Insgesamt fiel im gesamten Monat nur 18,2 Liter des kostbaren Nass vom Himmel. Dies ist etwas mehr als ein Drittel der für einen September sonst üblichen Menge.

Sonne

Wie bereits erwähnt, war auch der September mit 208,5 Stunden bzw. 134,5% des Monatssolls sehr sonnenscheinreich.

Wind

Wie es sich für den ersten Herbstmonat gehört, ging es teilweise ordentlich zur Sache. Mit dem Durchgang der Kaltfront am 21. September wurden Windböen von 66 km/h gemessen, was nach der Beaufort-Skala Windstärke 8 entspricht. Gleichzeitig ist dies auch die höchste registrierte Windstärke an unserer Station in Schönow, seit deren Installation im Mai.

Sonstiges

Auch die gefühlte Temperatur (der sogenannte Windchill) wird von uns gespeichert. Am 24. September erreichte die nächste Kaltfront mit Wind und Regen die Region. Während des Frontendurchgangs wurde eine gefühlte Temperatur von -0,8°C berechnet, die – trotz der zuletzt sehr kalten Nächte der vergangenen Tage – bisher noch nicht untertroffen wurde.

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