Nach einer bisher überwiegend sommerlichen Woche erwartet uns – pünktlich zum Wochenende – nasskaltes Herbstwetter mit viel Regen.

Satellitenbild vom 20.09.2020 – 20 Uhr
Quelle: DWD

Während bei uns der Sommer in dieser Woche noch einmal sein spätes Comeback feiert, “toben” über dem dem Atlantik die Stürme. Neben dem ehemals tropischen Tiefdruckgebiet “Paulette”, welches sich westlich von Madeira erneut zu einem Hurrikan gemausert hat und auf die Inselgruppe zuzieht, bringt das Tief über Island mit seinen bald entstehenden (Rand-)tiefs ordentlich Schwung in die Wetterküche.

Umstellung der Großwetterlage

Der hohe Luftdruck nimmt in unseren Gefilden im weiteren Verlauf der Woche immer mehr ab. Das Hochdruckgebiet zieht sich weit nach Osteuropa zurück. Zusätzlich verstärkt sich das Hoch über dem Atlantik. Dies sorgt dafür, dass sich die Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa “austoben” können.

Isobarenkarte vom 22.09.2020 - 14 Uhr
Quelle: DWD
Isobarenkarte vom 22.09.2020 – 14 Uhr
Quelle: DWD

Die Tiefs führen, aufgrund ihrer Lage, kalte Luftmassen nach Mitteleuropa. Spätestens am Freitag macht sich dies auch bei uns bemerkbar. Bereits am Freitag liegen die Tageshöchsttemperaturen in Berlin und Brandenburg nur noch bei 14 bis 17°C.

Am Samstag könnte man bei 10 bis 13°C fast schon wieder die Heizung einschalten. Dazu gibt es ergiebigen Dauerregen (vereinzelt werden innerhalb von zwei Tagen bis zu 50 Liter pro Quadratmeter berechnet). Ein Segen für die Natur in Anbetracht dessen, dass der letzte Regen teilweise vor mehr als zwei Wochen gefallen ist.

Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Einige Wettermodelle berechnen weitere starke Niederschläge, andere lassen Ruhe einkehren. Auch bei den Temperaturen besteht noch Uneinigkeit. Worin sich allerdings alle Modelle einig sind ist: Der Sommer ist spätestens am Freitag vorbei.