Erst nass, dann windig und was folgt nun?

Gestern – und auch im Verlauf der vergangenen Nacht – fiel endlich das lang ersehnte Nass in Form eines mehr oder weniger stark ausgeprägten Landregens vom Himmel.

In Finowfurt kamen über den ganzen Tag verteilt insgesamt 7,8 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, während es in Berlin-Pankow sogar für 10,8 Liter reichte.

Der Tagesgang der Temperaturen war auch sehr außergewöhnlich: Der Höchstwert wurde in der Nacht von Sonntag zu Montag registriert (in Pankow 15,2°C). Bis zum frühen Morgen sank das Quecksilber auf 13,2°C bevor es bis zum späten Nachmittag wieder auf 14,7°C anstieg. Die tiefste Temperatur des Tages wurde mit 12,6°C um 23.50 Uhr gemessen.

Tagesgang der Temperatur in Berlin-Pankow
Tagesgang der Temperatur in Berlin-Pankow
Quelle: Wetterstats.de

Anders war es hingegen in Finowfurt, wo die Höchsttemperatur zur Mittagszeit (13.55 Uhr) gemessen wurde und seitdem stetig fiel. Der Tiefstwert wurde mit 13,4°C um 23.55 Uhr erreicht.

Auffällig hierbei ist, dass es auf dem Land, wo gegen Mitternacht der Wind auffrischte, somit wärmer war als in Berlin zur gleichen Zeit. Aktuell ist das selbe Phänomen zu beobachten: Die Temperatur in Finowfurt beträgt 16,4°C und Berlin-Pankow 15,4°C. Wir hoffen, dass wir mit der Installation weiterer Wetterstationen in Großziethen und Petershagen mehr Informationen gewinnen. Irgendetwas muss es mit dem „tropischen Finowfurt“ auf sich haben.

Tiefdruckgebiet mit Kern über Westpolen/Ostdeutschland
Tiefdruckgebiet mit Kern über Westpolen/Ostdeutschland.
Quelle: DWD

Verantwortlich für das Wetter war ein sogenanntes Vb-Tief (sprich: 5-B…), welches vom Mittelmeerraum über die Alpen, Tschechien, Ostdeutschland/Westpolen in Richtung Ostsee zog. Durch den gleichzeitigen Aufbau eines Hochdruckgebietes über Mitteleuropa stiegen die Luftdruckgegensätze und sorgten heute in der Region für starke Windböen aus west- bis nordwestlichen Richtungen. Die stärkste Windböe wurde heute dabei mit 45,1 km/h (Windstärke 6) um 13.55 Uhr in Finowfurt gemessen.

Und wie geht es nun weiter?

Wie bereits oben erwähnt, baut sich derzeit ein „Blockadehoch“ auf, welches dafür sorgen wird, dass die Tiefdruckgebiete einen großen Bogen um Mitteleuropa machen. Der ehemalige Hurrikan „Dorian“ (nun ein normales Tiefdruckgebiet westlich von Island) wird in den kommenden Tagen seine Ausläufer in Form von Wolkenbändern nach Deutschland schicken. Nennenswerte Niederschläge sind vorerst aber nicht in Sicht. Das Niederschlagsdefizit wird – trotz des gestrigen Dauerregens – erst einmal bestehen bleiben.

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