Ein Sturm mit Folgen

Das Sturmtief “Mortimer” zog gestern Vormittag über uns hinweg und jeder in der Region hat dies zu spüren bekommen. Wer mit der Bahn von Berlin aus Richtung Norden oder Westen wollte, kam nicht weg. Der Sturm hat in der gesamten Nordhälfte seine Spuren hinterlassen.

Von den materiellen Schäden abgesehen, gab es auch zahlreiche Verletzte. Eine Person wurde von einem Baum erschlagen. Hier stellt man sich die Frage: “Wurde zu spät gewarnt?“.

Der Deutsche Wetterdienst hat bereits am Nachmittag des Vortages eine Vorabinformation über ein Unwetter mit Orkanböen herausgegeben (wir berichteten). Zudem gab es für zuerst für den Süden Brandenburgs, im Laufe des Abends für die gesamte Region Berlin-Brandenburg eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen. Erwähnt wurde dies bei einigen privaten Radiosendern nur mit “Neben Regen wird es morgen sehr windig“.

Nach dem Sturmtief "Mortimer" ließ sich auch wieder die Sonne blicken.
Nach dem Sturmtief “Mortimer” ließ sich auch wieder die Sonne blicken.

Auch in den sozialen Netzwerken waren etliche Falschmeldungen im Umlauf (z. B., dass der Höhepunkt des Sturms gegen 14 bis 15 Uhr erreicht wird). Hier ist anzumerken, dass die Wetterwarnung bis 15 Uhr galt und dass es sich bei einer Wetterwarnung nicht um einen Roman handelt, wo der spannendste Teil erst zum Schluss kommt. Die stärksten Windböen wurden tatsächlich zwischen 10 und 12 Uhr gemessen:

In Heckelberg (Landkreis Märkisch-Oderland) wurde mit 96 km/h (Windstärke 10) die höchste Windgeschwindkeit registriert. Auch in Grünow (Uckermark) und Wiesenburg (Postdam-Mittelmark) ging es mit 87 km/h ordentlich zur Sache. In Kyritz (Ostprignitz-Ruppin – 86 km/h) sowie Berlin-Schönefeld (85 km/h) war es nicht weniger windig. Selbst in Berlin gab es Sturmböen. Da konnte unsere Station in Finowfurt mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 70,8 km/h (Windstärke 8) um 10.42 Uhr nicht mithalten.

Dicht gedrängte Isobaren über dem Norden und der Mitte Deutschlands auf der Rückseite
des Sturmtiefs "Mortimer"
Dicht gedrängte Isobaren über dem Norden und der Mitte Deutschlands auf der Rückseite
des Sturmtiefs “Mortimer”

Auch Regen kam ordentlich vom Himmel: Mit 13,8 Liter/m² fiel in Finowfurt ein Drittel des Monatssolls und hat die Statistik somit gerade noch gerettet.

Aus Zeitgründen schaffen wir es heute leider nicht mehr, den September auszuwerten. Dies holen wir aber in unserer nächstem Beitrag nach. Versprochen! 🙂

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