Gewitter, stürmische Böen und starke Niederschläge

So lässt sich der heutige Tag kurz und knapp zusammenfassen. Doch bevor wir zur neuen Wetterwarnung kommen, gehen wir etwas intensiver auf das heutige Wettergeschehen ein.

Während es in den frühen Morgenstunden relativ mild war, erreichte den Standort Schönow gegen 12.25 Uhr der erste Schwall kühler Luft, begleitet von stürmischen Windböen und leichten Niederschlägen.

Innerhalb von 20 Minuten fiel die Temperatur von 14,4°C auf 8,4°C. In Spitzen wurden Windgeschwindigkeiten von 62,8 km/h gemessen, was Windstärke 8 (stürmischer Wind) entspricht.

Die zweite Frontpassage erreicht Berlin-Pankow gegen 17.05 Uhr.

Anschließend beruhigte sich das Wetter wieder etwas, ab 13.30 Uhr ließ sich vermehrt die Sonne blicken und die Temperatur stieg bis zum späten Nachmittag wieder auf 12,6°C – der Wind aber blieb.

Gegen 17.15 Uhr erreichte die zweite Front Schönow. Erneut wurden stürmische Böen registriert. Während des Gewitters fielen innerhalb von fünf Minuten 2,8 Liter Regen vom Himmel. Mit 61,2 km/h wurde die zweite große Windspitze des Tages gemessen. Nach dem Durchzug lag die Temperatur bei nur noch 6,6°C.

Starke Niederschläge und stürmische Windböen sorgen für 80 wetterbedingte Einsätze bei der Berliner Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehr registrierte 80 wetterbedingte Einsätze. Dazu zählten unter anderem Bäume, die auf die Gleise der S-Bahn fielen und so zu Ausfällen und Verspätungen führten. Auch bei der BVG gab es durch das Unwetter Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf.

In unserem gestrigen Beitrag schrieben wir, dass die Kaltfront die Region erst gegen 14 Uhr erreichen würde. Keines der Wettermodelle hatte vorhergesehen, dass der Wetterumschwung sich in zwei Extreme aufteilt – wobei der zweite Durchgang zwar berechnet, aber nicht in diesem Umfang und zu dieser frühen Uhrzeit erfasst wurde.

Nachdem die Kaltfront durchgezogen war, zeigte sich wieder die Sonne

Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Sturmböen

Wer dachte, dass es sich nun wieder beruhigt, der irrt: Der Deutsche Wetterdienst hat für den morgigen Dienstag eine neue Warnung vor Sturmböen für die Region Berlin-Brandenburg herausgegeben:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN

Di, 5. Mar, 09:00 – 18:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit Sturmböen bis 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) gerechnet werden.

Die Wettermodelle deuten nach dem morgigen Tag eine kurze Wetterberuhigung an, ehe es danach wieder recht ruppig zur Sache gehen könnte. Diesbezüglich herrscht aber große Uneinigkeit. Sollte sich diese Wetterlage tatsächlich weiter fortsetzen, melden wir uns erneut mit einer Sonderausgabe.

Gefahr von schweren Sturmböen am Montag

Ein kleines, derzeit noch über Südirland befindliches Randtief zieht in den kommenden 24 Stunden über Südengland hinweg Richtung Norwegen. Die dazugehörige Kaltfront greift im Laufe des morgigen Vormittags auf Westdeutschland über und erreicht gegen 14 Uhr unsere Region.

Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront
Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Während des Frontdurchgangs werden stärkere Schauer, vereinzelt auch Gewitter, erwartet. Zum Wind hat der Deutsche Wetterdienst für die gesamte Region Berlin-Brandenburg eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben:

Amtliche Warnung vor Sturmböen am Montag, 4. März 2019, zwischen 10 und 22 Uhr: Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.
Amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen

Danach (gegen 15 Uhr) lässt der Wind spürbar nach und die Sonne lässt sich öfter blicken. Mit vereinzelten Schauern muss aber noch gerechnet werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Auge zu behalten. Zu diesen gelangen Sie über diesen Link.

Warnhinweise auf unserer Internetseite

Zudem können Sie über auf unserer Seite www.wetterstats.de auf den ersten Blick sehen, ob für Ihre Region eine Wetterwarnung vom DWD vorliegt.

Passen Sie morgen gut auf sich auf.

Erst Schnee, dann zunehmend milder

Heute gab es vor allem im Norden Berlins sowie nord- und nordöstlich davon einen ersten kleinen Vorgeschmack dessen, was uns in den kommenden Stunden in den östlichen sowie südlichen Landesteilen Brandenburgs erwartet. Denn es wird weiß.

Starker Schneefall in Berlin am Abend des 02.02.2015. In den frühen Morgenstunden des 3. Februar 2015 wurde eine Schneehöhe von 6 Zentimetern erreicht.
Starker Schneefall in Berlin am Abend des 02.02.2015. In den frühen Morgenstunden des 3. Februar 2015 wurde eine Schneehöhe von 6 Zentimetern erreicht.

Am Sonntagmorgen verlagert sich ein Niederschlagsgebiet, welches leichten bis mäßigen Schneefall bringt, aus Polen und Sachsen ins südliche Brandenburg.

Im Laufe des Vormittags breitet sich der Schneefall aus und erreicht bis zu den Mittagsstunden die südliche und östliche Berliner Stadtgrenze. Ein Übergreifen auf die gesamte Stadt ist nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich

In den anderen Regionen von Berlin und Brandenburg gibt es nur Schnee-, Schneeregen- oder Regenschauer. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt (sowohl nachts wie auch tagsüber) ist verbreitet mit Glätte zu rechnen!

Ab dem Abend wird der Niederschlag Richtung Osten abgedrängt und das Wetter beruhigt sich wieder.

Im Laufe der kommenden Woche steigen die Temperaturen stetig an, sodass bereits ab Wochenmitte auch die Nächte frostfrei sein können. Mit etwas Glück erreicht das Quecksilber zum nächsten Wochenende wieder zweistellige Werte.

Am morgigen Sonntag werfen wir einen Blick auf den vergangenen Januar.

Sollten Sie morgen raus müssen und in den von Glätte betroffenen Regionen wohnen oder dort unterwegs sein, passen Sie bitte auf sich auf.

Mitten im “Auge” eines Tiefdruckgebiets

Sowas hat man in unserer Region nicht alle Tage: Aktuell befindet sich der Kern eines Tiefdruckgebiets direkt über unseren Köpfen, was an folgendem Niederschlagsradar-Film eindrucksvoll zu sehen ist:

Radarfilm

Auf der Nordhalbkugel drehen sich Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn. In unserem Fall kringelt sich das Tief über Berlin und Brandenburg ein, wobei sich der Kern gegen 21 Uhr südlich von Berlin befand.

Das Tiefdruckgebiet zog – von der Nordsee kommend – über Norddeutschland hinweg und wird in den kommenden Stunden nach Polen weiterziehen. Auf seiner Rückseite führt es feucht-kalte Luftmassen in die Region. Von den relativ milden Temperaturen der vergangenen Tage dürfen wir uns somit wieder verabschieden.

Man darf nie vergessen: Wir haben Winter und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Massive Glättegefahr am Samstag!

Nach dem schwachen Hochdruck-Einfluss, welcher in den vergangenen Tagen kontinentale Kaltluft in unsere Region führte und für Dauerfrost sorgte, stellt sich nun die Wetterlage um.

Ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa sowie ein Hochdruckgebiet über dem Südwesten Frankreichs lenken zunehmend mildere, feuchte Luftmassen nach Berlin und Brandenburg.

In der Nacht zum Samstag erreichen uns die Ausläufer der Warmfront. Der anfangs fallende Schneefall (es werden 1-5 Zentimeter Neuschnee erwartet) geht im Laufe des Tages in Regen über, weswegen stellenweise mit massiver Glätte durch Glatteisbildung gerechnet werden muss.

Auch wenige Stunden vor Eintreffen des Ereignisses sind sich die Modelle noch nicht einig, ob und wie stark es zur Glatteisbildung durch gefrierenden Regen kommt. Eins steht aber fest: Es wird – wenn auch nur kurzzeitig – weiß

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst

Passen Sie auf sich auf!

Vom Spätsommer in den Winter

Zuerst etwas in eigener Sache:

Aus Zeitgründen werden wir (vorerst) keine Wettervorhersagen mehr erstellen. Stattdessen nutzen wir die gewonnene Zeit, um die Wetterseite weiter zu entwickeln und das Wetterstationsnetzwerk weiter auszubauen. Zudem werden wir uns hier im Blog intensiver mit besonderen Wetterlagen sowie Wetterereignissen auseinandersetzen. Fangen wir mit Letzterem gleich einmal an:

Nachdem es bis weit in den Oktober hinein noch ungewöhnlich mild war, stellte sich innerhalb der vergangenen vier Wochen das Wetter grundlegend um. Nach den zu warmen Vormonaten kamen wir – gefühlt – vom Spätsommer in den Winter.

So wurde in der Nacht zum 18. November mit einer Tiefsttemperatur von -5,2 Grad der erste mäßige Frost in diesem Herbst registriert. Dabei sollte es auch erst einmal bleiben, denn die Nächte wurden wieder milder.

Allerdings fiel heute in Berlin am frühen Abend der erste Schnee – wenn auch nur leicht. Temperaturbedingt blieb dieser natürlich nicht liegen. Ob es am Standort Schönow ebenfalls geschneit hat, ist auf unseren Webcam-Aufzeichnungen leider nicht erkennbar.

In den kommenden Nächten wird es wieder frostig. Mit nennenswerten Niederschlägen ist – nach derzeitigem Stand – allerdings erst ab Sonntag zu rechnen. Danach gehen die Temperaturen weiter zurück.