Mitten im “Auge” eines Tiefdruckgebiets

Sowas hat man in unserer Region nicht alle Tage: Aktuell befindet sich der Kern eines Tiefdruckgebiets direkt über unseren Köpfen, was an folgendem Niederschlagsradar-Film eindrucksvoll zu sehen ist:

Radarfilm

Auf der Nordhalbkugel drehen sich Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn. In unserem Fall kringelt sich das Tief über Berlin und Brandenburg ein, wobei sich der Kern gegen 21 Uhr südlich von Berlin befand.

Das Tiefdruckgebiet zog – von der Nordsee kommend – über Norddeutschland hinweg und wird in den kommenden Stunden nach Polen weiterziehen. Auf seiner Rückseite führt es feucht-kalte Luftmassen in die Region. Von den relativ milden Temperaturen der vergangenen Tage dürfen wir uns somit wieder verabschieden.

Man darf nie vergessen: Wir haben Winter und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Massive Glättegefahr am Samstag!

Nach dem schwachen Hochdruck-Einfluss, welcher in den vergangenen Tagen kontinentale Kaltluft in unsere Region führte und für Dauerfrost sorgte, stellt sich nun die Wetterlage um.

Ein Tiefdruckgebiet über Nordeuropa sowie ein Hochdruckgebiet über dem Südwesten Frankreichs lenken zunehmend mildere, feuchte Luftmassen nach Berlin und Brandenburg.

In der Nacht zum Samstag erreichen uns die Ausläufer der Warmfront. Der anfangs fallende Schneefall (es werden 1-5 Zentimeter Neuschnee erwartet) geht im Laufe des Tages in Regen über, weswegen stellenweise mit massiver Glätte durch Glatteisbildung gerechnet werden muss.

Auch wenige Stunden vor Eintreffen des Ereignisses sind sich die Modelle noch nicht einig, ob und wie stark es zur Glatteisbildung durch gefrierenden Regen kommt. Eins steht aber fest: Es wird – wenn auch nur kurzzeitig – weiß

Bitte beachten Sie die Warnungen des Deutschen Wetterdienst

Passen Sie auf sich auf!

Erst der “Katastrophenwinter” in den Alpen, nun die “Russenpeitsche” bei uns! Ein Blick über den Tellerrand

Jeder von uns hat es lesen/sehen/hören können: Intensive Schneefälle in den Alpen führten dazu, dass Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten waren. Die Einwohner schippten den Schnee von den Dächern und sogar die Bundeswehr war vor Ort, um zu helfen.

Die Medien berichteten über “katastrophale Zustände”. Unzählige Häuser mussten vom Schnee befreit werden, damit sie nicht einstürzen. Im Fernsehen gab es eine Sondersendung nach der anderen, um die besorgte Bevölkerung im Rest der Republik auf dem Laufenden zu halten. Man hatte also etwas gefunden, um das “Winterloch” zu stopfen. Natürlich wurden auch Bewohner der betroffenen Regionen interviewt, wie sie mit dieser katastrophalen Lage zurecht kommen. Nur wer genau hinhörte wusste, was tatsächlich los war:

Nichts – außer “etwas mehr Schnee als sonst”.

Wie jetzt? Das kann doch nicht sein?

Anscheinend hatte man sich die falschen Interviewpartner ausgesucht. Vielfach war zu hören, dass es ein ganz normaler Winter sei – nur dass es dieses Mal etwas mehr geschneit hat. Das sei aber nichts Dramatisches.

Aha! Interessant.

Damit uns nicht langweilig wird, folgt nun die nächste Katastrophenmeldung in Form einer Vorhersage. Dieses Mal betrifft es ganz Deutschland.

In den kommenden Wochen wird das Land schockgefrostet. Von einem Polar-Outbreak bzw. einem sibirischen Winter ist die Rede. Temperaturen von -20 Grad und weniger sollen erwartet werden. Eine Zeitung schrieb vor wenigen Tagen, der Deutsche Wetterdienst habe eine Warnung vor extremen Unwetter für Thüringen herausgegeben (Wer dann allerdings die DWD-Internetseite aufrief, wurde schlagartig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: Es war lediglich eine Wetterwarnung vor mäßigem Frost.).

Wie wird nun aber wirklich das Wetter in den kommenden Tagen bei uns in der Region?

Es wird kalt, aber die sibirische Kälte ist weit, sehr weit weg. Die Temperaturen bewegen sich (bis auf wenige Ausnahmen, wo es leicht in den Plus-Bereich geht) tagsüber knapp unterhalb des Gefrierpunkts. Nachts wird mäßiger Frost bis -9°C erwartet. Mit etwas Glück fällt auch das eine oder andere Schneeflöckchen vom Himmel.

Wie Sie sehen: Horrorwinter ist etwas anderes (z. B. der vor ziemlich genau 40 Jahren, wo in weiten Teilen Norddeutschlands nichts mehr ging).

Und man darf nicht vergessen: Wir haben Winter. Da ist es normal, dass es tagsüber auch mal Minusgrade gibt.


Mit dem neuen Jahr kommen viele Änderungen

Wir wünschen, wenn auch etwas verspätet, ein gesundes neues Jahr.

Für einige bleibt alles beim Alten, für andere ändert sich sehr viel im noch sehr jungen 2019. Letzteres betrifft auch uns. Nun aber der Reihe nach:

Die Wetterstation am Standort Schönow wird – aufgrund eines Umzugs – nur noch bis ca. Mitte März betrieben. Dann endet die kurze, aber doch sehr ereignisreiche Messreihe. Die erfassten Daten können allerdings über den 31. März hinaus unter einer anderen Domain (siehe unten) abgerufen werden. Ab Mitte Mai 2019 werden somit auch die Domains wetter-schönow.de, wetter-schoenow.de sowie blog.wetter-schoenow.de nicht mehr erreichbar sein.

Im Laufe des Jahres kommen weitere, neue Messstationen hinzu. Diese sind:

– Petershagen/Eggersdorf
– Finowfurt
– Großziethen

Wir haben uns dafür entschieden, dass alle Wetterstationen zentral über eine Domain (www.wetterstats.de) erreichbar sein werden. Dies betrifft auch den Blog, der ab sofort “Wetterblog für die Region Berlin-Brandenburg” heißt und unter http://blog.wetterstats.de aufgerufen werden kann.

Die Stationen sind dann wie folgt zu finden:

– Petershagen/Eggersdorf (http://petershagen.wetterstats.de) – vsl. ab Q4/2019
– Finowfurt (http://finowfurt.wetterstats.de) – vsl. ab Q3/2019
– Großziethen (http://grossziethen.wetterstats.de) – vsl. ab Q1/2020
– Pankow (http://pankow.wetterstats.de) – Seite wird derzeit umgebaut, ist aber erreichbar

Die Archiv-Daten der Station Schönow sind ab Mitte April unter http://schoenow.wetterstats.de abrufbar.

Alle bereits angemeldeten Nutzerkonten werden in den kommenden Tagen zur neuen Seite übertragen, sodass niemand etwas aus seiner Region verpasst. Sollte jemand keine Wetterinfos mehr wünschen, kann die Abmeldung über die neue Domain erfolgen.

Wie Sie sehen, steht uns ein aufregendes Jahr bevor. Hoffentlich trifft dies auch auf das Wetter zu.