In jedem Abschied liegt ein Neuanfang

Nachdem die Sensoreinheit unserer Messstation in Schönow am gestrigen Frauentag vollständig ausgefallen ist (Grund war eine leere Batterie in der Sensoreinheit), haben wir uns dafür entschieden, die Wetterstation schon früher als ursprünglich geplant vom Netz zu nehmen.

Zehn Monate lang lieferte sie uns (einigermaßen) repräsentative Daten von einem Ort, der dem Autor dieses Beitrags in den vergangenen zwei Jahrzehnten sehr ans Herz gewachsen ist. Doch heute hieß es: Abschied nehmen.

Unsere Wetterstation auf dem Dach einer Doppelhaushälfte in Schönow

Auch das Wetter zeigte am heutigen Tag, was im März möglich ist: Blitz und Donner, einhergehend mit starken Niederschlägen und stürmischen Windböen. Es war ein Abschied mit Pauken und Trompeten.

Diese Wetterstation findet ihr neues “Zuhause” auf dem Dach des Mehrfamilienhauses, von dem die Station in Pankow (derzeit angebracht an einem Balkon) seit 2012 fleißig ihre Daten sendete. Auch sie wurde heute – durch den Austausch – vom Netz genommen. Repräsentative Daten erwarten wir innerhalb der kommenden zwei Wochen.

Die Stationen Finowfurt und Großziethen werden voraussichtlich ab September Wetterdaten senden. Bei Petershagen lassen wir uns überraschen und hoffen, dass es nicht allzu lange dauern wird.

Zum Abschluss noch ein kurzer Ausblick auf das Wetter:

Wir kennen es bereits auf dem vergangenen Jahr: Alle warten auf den Frühling und was kommt? Schnee! Montagvormittag erreicht uns aus Südwesten ein Schneefallgebiet, welches uns bis in die Mittagsstunden beschäftigen wird. Durch die bis zum frühen Morgen auf 1 Grad sinkende Temperatur kann es durch Schnee und Matsch – vor allem in den ländlichen Regionen – rutschig werden auf den Straßen.

In den kommenden Tagen melden wir uns mit einem “Wetter spezial” bei dem wir die Daten der Station Schönow auswerten.

Gewitter, stürmische Böen und starke Niederschläge

So lässt sich der heutige Tag kurz und knapp zusammenfassen. Doch bevor wir zur neuen Wetterwarnung kommen, gehen wir etwas intensiver auf das heutige Wettergeschehen ein.

Während es in den frühen Morgenstunden relativ mild war, erreichte den Standort Schönow gegen 12.25 Uhr der erste Schwall kühler Luft, begleitet von stürmischen Windböen und leichten Niederschlägen.

Innerhalb von 20 Minuten fiel die Temperatur von 14,4°C auf 8,4°C. In Spitzen wurden Windgeschwindigkeiten von 62,8 km/h gemessen, was Windstärke 8 (stürmischer Wind) entspricht.

Die zweite Frontpassage erreicht Berlin-Pankow gegen 17.05 Uhr.

Anschließend beruhigte sich das Wetter wieder etwas, ab 13.30 Uhr ließ sich vermehrt die Sonne blicken und die Temperatur stieg bis zum späten Nachmittag wieder auf 12,6°C – der Wind aber blieb.

Gegen 17.15 Uhr erreichte die zweite Front Schönow. Erneut wurden stürmische Böen registriert. Während des Gewitters fielen innerhalb von fünf Minuten 2,8 Liter Regen vom Himmel. Mit 61,2 km/h wurde die zweite große Windspitze des Tages gemessen. Nach dem Durchzug lag die Temperatur bei nur noch 6,6°C.

Starke Niederschläge und stürmische Windböen sorgen für 80 wetterbedingte Einsätze bei der Berliner Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehr registrierte 80 wetterbedingte Einsätze. Dazu zählten unter anderem Bäume, die auf die Gleise der S-Bahn fielen und so zu Ausfällen und Verspätungen führten. Auch bei der BVG gab es durch das Unwetter Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf.

In unserem gestrigen Beitrag schrieben wir, dass die Kaltfront die Region erst gegen 14 Uhr erreichen würde. Keines der Wettermodelle hatte vorhergesehen, dass der Wetterumschwung sich in zwei Extreme aufteilt – wobei der zweite Durchgang zwar berechnet, aber nicht in diesem Umfang und zu dieser frühen Uhrzeit erfasst wurde.

Nachdem die Kaltfront durchgezogen war, zeigte sich wieder die Sonne

Deutscher Wetterdienst warnt erneut vor Sturmböen

Wer dachte, dass es sich nun wieder beruhigt, der irrt: Der Deutsche Wetterdienst hat für den morgigen Dienstag eine neue Warnung vor Sturmböen für die Region Berlin-Brandenburg herausgegeben:

Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN

Di, 5. Mar, 09:00 – 18:00 Uhr

Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit Sturmböen bis 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) gerechnet werden.

Die Wettermodelle deuten nach dem morgigen Tag eine kurze Wetterberuhigung an, ehe es danach wieder recht ruppig zur Sache gehen könnte. Diesbezüglich herrscht aber große Uneinigkeit. Sollte sich diese Wetterlage tatsächlich weiter fortsetzen, melden wir uns erneut mit einer Sonderausgabe.

Gefahr von schweren Sturmböen am Montag

Ein kleines, derzeit noch über Südirland befindliches Randtief zieht in den kommenden 24 Stunden über Südengland hinweg Richtung Norwegen. Die dazugehörige Kaltfront greift im Laufe des morgigen Vormittags auf Westdeutschland über und erreicht gegen 14 Uhr unsere Region.

Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront
Randtief über Südirland mit seiner noch über dem Atlantik liegenden Kaltfront (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Während des Frontdurchgangs werden stärkere Schauer, vereinzelt auch Gewitter, erwartet. Zum Wind hat der Deutsche Wetterdienst für die gesamte Region Berlin-Brandenburg eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben:

Amtliche Warnung vor Sturmböen am Montag, 4. März 2019, zwischen 10 und 22 Uhr: Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) und 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit schweren Sturmböen bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) gerechnet werden.
Amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen

Danach (gegen 15 Uhr) lässt der Wind spürbar nach und die Sonne lässt sich öfter blicken. Mit vereinzelten Schauern muss aber noch gerechnet werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes im Auge zu behalten. Zu diesen gelangen Sie über diesen Link.

Warnhinweise auf unserer Internetseite

Zudem können Sie über auf unserer Seite www.wetterstats.de auf den ersten Blick sehen, ob für Ihre Region eine Wetterwarnung vom DWD vorliegt.

Passen Sie morgen gut auf sich auf.

Zu sonnig und zu warm – unser Monatsrückblick auf den Februar 2019

Der vergangene Monat wird vielen von uns als sonniger und relativ milder Monat in Erinnerung bleiben. Wenn auch nicht bei uns, so wurden bundesweit neue Temperaturrekorde aufgestellt. Dies zeigen auch die Daten unserer Wetterstation in Schönow.

Temperatur

Mit durchschnittlich 4,5°C war der Februar 3 Kelvin zu warm. Der Höchstwert wurde mit 17,4°C am 27.02.2019 erreicht. Die tiefste Temperatur wurde nur wenige Tage vorher, nämlich am 23.02.2019 mit -3,9°C gemessen

Sonnenscheindauer

Die “Dunkelheit” des Januars wurde mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden im Februar wieder ausgeglichen. Statt der sonst üblichen 73 Stunden schien die Sonne im vergangenen Monat 112 Stunden und 25 Minuten und übertraf das Monatssoll somit um stattliche 54%.

Niederschlag

Der Februar ist allgemein nicht gerade der niederschlagsreichste Monat des Jahres. Dieses Jahr fiel er zudem noch trockener aus als sonst. An elf Tagen kamen somit nur 52% des Solls vom Himmel, was 20,8 Liter / m² entspricht. Den meisten Regen gab es mit 8,4 Liter am 10.02.2019. Der stärkste Niederschlag wurde am 19.02. um 20.30 Uhr registriert.

Wind

In Zeiten hohen Luftdrucks, wie er im Februar überwiegend vorherrschte, spielt der Wind eher eine untergeordnete Rolle. Mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,7 km/h (über den gesamten Monat betrachtet), blieb es sehr ruhig. Lediglich am 9. des Monats ging es mit 46,7 km/h (Windstärke 6) etwas ruppiger zur Sache.

Keine Niederschlagsechos über Deutschland. Ein gewohntes Bild der vergangenen Tage. (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Luftdruck

Erwähnenswert in diesem Monat ist der Luftdruck, der mit durchschnittlich 1021,4 hPa ungewöhnlich hoch ausfiel. Der höchste Wert wurde am 23. Februar mit ordentlichen 1046,5 hPa gemessen. Verantwortlich hierfür war ein Hochdruckgebiet, welches sich über Polen breit machte und bei uns für sonniges Wetter sorgte.

Sonstiges

Leider war dies die letzte vollständige Monats-Messreihe aus Schönow. Die Wetterstation wird demnächst nach Petershagen/Eggersdorf umziehen um von dort über sehr viele Jahre interessante Daten zu erfassen.

Da unsere Station in Pankow keine repräsentativen Messwerte liefert (sie ist an einem Balkon angebracht), wird es voraussichtlich in den kommenden Monate keine Monatsrückblicke in gewohnter Form geben. Wir bitten um Verständnis. Über aktuelle Wetterereignisse werden wir aber weiter berichten (wenn auch ohne eigene Messwerte).

Vorschau

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es am Montag sehr windig wird. Wir beobachten die weitere Entwicklung der Wettermodelle sehr genau und melden uns am Sonntag noch einmal mit weiteren Details.

Umstellung der Großwetterlage steht bevor

Wie im letzten Beitrag bereits vorhergesagt, setzte sich – nach einer kurzen dunklen Phase – das sonnenscheinreiche, frühlingshafte Wetter fort.

In vielen Regionen Deutschlands wurden neue Temperatur-Rekorde für den Februar aufgestellt und vor allem im Südwesten wurden teilweise mehr als 20 Grad erreicht.

So warm wurde es bei uns in Berlin und Brandenburg nicht. Für 16 bis 17 Grad in Schönow hat es aber dennoch gereicht. Nachts wurde es durch den wolkenlosen Himmel und der relativ tockenen Luft mit Werten unterhalb der 0-Grad-Marke empfindlich kalt.

Tagesgang der Temperaturen am 27.02.2018

Ab dem morgigen Donnerstag stellt sich die Großwetterlage grundlegend um. Das seit Tagen über unseren Köpfen liegende Hochdruckgebiet schwächt sich ab. Das Tiefdruckgebiet über Nordeuropa wird, gemeinsam mit einem sich über Südeuropa aufbauenden Hochdruckgebiet, feuchte Atlantik-Luft in unsere Region führen.

Am Rand des Tiefdruckwirbels über dem hohen Norden werden sich immer wieder kleine Tiefdruckgebiete (Randtiefs) bilden, die mitunter für sehr ungemütliches Wetter in Form von Sturm und Regen sorgen können.

Isobarenkarte vom 27.02.2017 (Quelle: Deutscher Wetterdienst): Hoher Luftdruck über Mitteleuropa bestimmte das Wetter der vergangenen Tage

Ab Sonntag rechnen die Wettermodelle täglich mit Niederschlägen. Vor allem am Montag/Dienstag kann es in Berlin und Brandenburg sehr windig werden. Die Temperaturen gehen – mit Ausnahme des Sonntag und Montag – auf für die Jahreszeit üblichen Höchstwerte zwischen 5 und 8 Grad zurück. Nachts muss (bis auf den Zeitraum vom 3. bis 5. März) mit leichtem Frost gerechnet werden.

Wolkenloser Himmel über Berlin

Die Zeit der großen Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht und des verfrühten Frühlingswetters ist somit erst einmal vorbei.

In unserer nächsten Ausgabe werfen wir einen Blick zurück auf das Wettergeschehen im Februar. Sollte sich abzeichnen, dass es zu Beginn der kommenden Woche stürmisch bei uns in der Region wird, melden wir uns vorab noch einmal mit einem Sonderbeitrag.

Wie wird das Wetter in den nächsten Wochen?

In den vergangenen Tagen gab es sehr viel Sonne bei vergleichsweise milden Temperaturen, schöne Sonnenaufgänge und kalte, klare Nächte. Dementsprechend groß waren die Tagesgänge der Temperaturen (Differenz zwischen Höchst- und Tiefsttemperatur des jeweiligen Tages).

Sonnenaufgang in Berlin-Pankow am 17.02.2019

Verantwortlich dafür ist ein Hochdruckgebiet, welches nun von einem starken Tiefdruckgebiet nordwestlich der Britischen Inseln Richtung Südosteuropa abgedrängt wird. Hierbei wurde milde Luft in unsere Region gelenkt.

Die derzeit noch über dem Ärmelkanal liegende Kaltfront des Tiefdruckwirbels wird in den kommenden Tagen unser Wetter beeinflussen.

Die Isobarenkarte zeigt das Tiefdruckgebiet nordwestlich der Britischen Inseln und das Hochdruckgebiet über Mittel-/Südeuropa. (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Der Wind dreht dann von Südwest auf West und das Niederschlagsrisiko steigt. Regen fällt vor allem ab Dienstag. Spätestens am Freitag ist der Spuk wieder vorbei und ein neues Hochdruckgebiet macht sich über Mitteleuropa breit, welches nach aktuellem Stand bis Ende des Vorhersagezeitraums in unserer Region für trockenes Wetter sorgen wird.

Ein Blick aus 36.000 km Höhe auf Europa. Deutschland ist – bis auf Ausnahme des äußersten Nordostens – überwiegend wolkenfrei. Die schneebedeckten Alpen sind sehr gut zu erkennen.

Bis zum Donnerstag werden die Temperaturen sowohl tags- als auch nachtsüber im frostfreien Bereich bleiben. Wie sich darüber hinaus die Temperaturen entwickeln, ist derzeit noch recht unsicher. Zwischen Nachtfrost und einstelligen Tageswerten bis hin zu frühlingshaftem Wetter ist alles vertreten. Lassen wir uns überraschen.